Informationen über die Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus in Pleinfeld

Entscheidende Umbauten in den Jahren 1931 und 1932, als Folge nur halbherziger Umbaumaßnahmen im 18. und 19. Jahrhundert erforderlich geworden, lassen von der ursprünglich romanischen Kirche (wohl zwischen 1183 und 1196 unter dem Eichstätter Bischof Otto geweiht) kaum noch Spuren erkennen.

"Die ursprünglichen Reste der mittelalterlichen und barocken Kirche finden sich heute am südlichen Eingangsbereich der Erweiterung von 1931/34. Der mittelalterliche Bau besaß ein einschiffiges Langhaus, der Turm war zwischen der östlichen Apsis und dem Langhaus eingefügt. Bei der barocken Umgestaltung wurde die alte Apsis abgetragen und im unteren Turmgeschoß ein gerade geschlossener Chorraum eingebaut. An beiden Längsseiten erweiterte man das Langhaus mit je drei Seitenkapellen, wobei die jeweils mittlere etwas breiter und höher errichtet wurde. Diese Querachse der mittleren Seitenkapelle griff man bei der Erweiterung des 20. Jahrhunderts auf und führte sie nach Norden fort. Das alte, geostete Langhaus wirkt nun wie eine Art Querschliff am neuen, basilikal geformten Kirchenraum." (Denkmalliste)

Die Innenausstattung stammt noch aus der zeit des Barocks. Der filigran gestaltete Hochaltar aus der Zeit um 1700 kommt an der Nordwand nur bedingt zur Geltung, da die beiden Seitenaltäre (um 1690) doch sehr dominant wirken. Die Kanzel (um 1750), der Taufstein (1692) und das Weihwasserbecken (um 1700) gehören ebenso zu den sehenswerten Ausstattungsstücken wie das Kruzifix mit der Figur der Magdalena (um1700) und die beiden zusätzlichen Rokokoaltäre.

Ansicht der Kirche von außen Altar in Pleinfeld Seitenaltar in Pleinfeld Inschriftentafel Ansicht der Kirche von außen
Informationen über die Kath. Filialkirche St. Otto in Pleinfeld (Mischelbach)

Noch relativ jung ist der Kirchenbau in Mischelbach. 1922 wurde die Chorturmanlage von Hans Pylipp errichtet. Kunstge- schichtlich von Interesse ist das Gemälde mit der Abbildung des hl. Otto von Bamberg im Raum hinter dem Altar. Es besteht die Hypothese, dass der Bamberger Bischof aus Mischelbach stammt.

Informationen über die Kath. Filialkirche St. Laurentius in Pleinfeld (Allmannsdorf)

Die mittelalterliche Chorturmkirche wird von einer Kirchhofmauer umgeben. Das untere Turmgeschoss stammt aus romanischer Zeit; es birgt den Chorraum, der von einem Tonnengewölbe bedeckt ist. Hier wurden interessante spätgotische Fresken entdeckt: An der östlichen Chorstirnwand Christus, der Auferstandene, flankiert von den Aposteln Petrus und Paulus sowie von Matthias und Jakob maior, im Scheitel des Tonnengewölbes ein Christuskopf, der von den Symbolen der Evangelisten umgeben ist, und in den beiden unteren Streifen der Wölbung über der Kante zur senkrechten Wand jeweils vier Apostel mit ihren Attributen. Im oberen Geschoss des Turmes, das im 15. Jahrhundert aufgesetzt wurde, hat man bei Restaurierungsarbeiten das Fachwerk freigelegt. Das eher schlicht wirkende Langhaus wurde im 17. Jahrhundert neu errichtet. An seinen Wänden stehen Figuren. Bemerkenswert ist eine Tonplastik, eine Sitzfigur des hl. Laurentius aus dem 15. Jh.

Pleinfeld
Pfarrgemeinde St. Nikolaus
3254 Katholiken
Anschrift: Pfarrgasse 2, 91785 Pleinfeld,
Tel.: 09144/321, Fax: 09144/8391
Email: pleinfeld@bistum-eichstaett.de
Pfarrer Dieter Bock
Pfarrvikar Cleetus Unnikunnel
Ständiger Diakon Hans Steiner
Gemeindereferentin Hildegard Metschl