Informationen über die Kath. Pfarrkirche St. Augustin in Stopfenheim

"Anstelle einer 1484 erbauten Liebfrauenkapelle wurde im Auftrag des Ellinger Landkomturs Franz Sigmund Albert von Lehrbach 1773-75 die Pfarrkirche St. Augustin durch den Deutschordensbaumeister Matthias Binder errichtet. Die Bildhauerarbeiten an der Fassade fertigte Leonhard Meyer aus Ellingen. (...) Die Kirche zeigt in ihrer Gesamtanlage und Ausrichtung deutliche Bezüge zum Residenzort Ellingen. Die Einturmfassade wirkt wie der Abschluß einer von Ellingen ausgehenden Achse, deren Verlauf die heute in etwa die Bundesstraße 13 kennzeichnet. Gleichzeitig wiederholt die Kirche mit der nach Osten hin ausgerichteten Schauseite die Anordnung der Ellinger Georgskirche. Mit ihrer strengen, der Klarheit der Formen und der Reduktion bei der Deokartion weist St. Augustin in dem Frühklassizismus und unterscheidet sich dadurch sowohl stilistisch, als auch in der tektonischen Auffassung deutlich von der knapp 50 Jahre älteren Elllinger Kirche." (Denkmalliste) Im Osten erhebt sich, gut sichtbar von der B13 (Gunzenhausen-Weißenburg), die Schaufassade Matthias Binders mit den überlebensgroßen Figuren der Maria Immaculata (Mitte) und der hll. Georg (links) und Elisabeth (rechts). Im ersten Obergeschoss des Turms prangen die Wappen des Ordensmeisters Karl Alexander Herzog von Lothringen und des Ellinger Landkomturs von Lehrbach. Oberhalb des Giebelansatzes befinden sich die Büsten der Apostel Petrus und Paulus. Im Innern dominieren die flachen Tonnen mit ihren Stichkappen das Erscheinungsbild. Die Dominanz der Farbe weiß, eine erste Reminiszenz an den auf das Rokkoko folgenden Stil des Klassizismus, wird durch die weiße Farbgebung der Altäre noch betont. Der Aufbau des Hochaltars aus dem Jahre 1782 umrahmt ein Bild von Christian Winck, auf dem der Kirchenheilige St. Augustinus in Betrachtung der Dreifaltigkeit abgebildet ist. Das Chorgestühl (1720) und die Kanzel (1780) sind mit wertvollem Schnitzwerkdekor bestückt. Der Schalldeckel der Kanzel könnte noch aus der Vorgängerkirche stammen, ebenso wie die beiden Seitenaltäre aus der Zeit um 1720. Die Bilder sind hier jedoch jüngeren Datums.

"Im 19. Jahrhundert fügte man neue Altarblätter im Nazarenerstil ein, von denen eines wiederum durch eine barocke Anna-Selbdritt spanischer Provenienz ersetzt wurde. Die etwa um 1850 datierbaren Deckengemälde zeigen im Chor die Geburt Christi und im Langhaus Christi Himmelfahrt, dazu Evangelisten, Kirchenväter und die hl. Walburga." (Denkmalliste)

Schaufassade: links: hl. Georg; Mitte: Maria Immaculata; rechts: hl. Elisabeth
Altar in Stopfenheim
Chor und Orgel

Informationen über die Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus in Pleinfeld (Dorsbrunn)

Die aus dem Spätmittelalter stammende Dorsbrunner Pfarrkirche wurde im 18. Jahrhundert im Stil des Spätbarocks umgebaut. In ihren Ursprüngen geht sie auf eine im frühen 12. Jahrhundert geweihte romanische Kirche zurück. 1767 entstand das Langhaus größtenteils neu. Der Chor wurde erhöht und mit einem Dachreiter, der Turm mit einer Zwiebelhaube ausgestattet. Das im Inneren flach gedeckte Langhaus ist ebenso wie der Chor mit einem schlichten Stuckwerk geschmückt. Alle drei Altäre sind Schöpfungen des frühen 18. Jahrhunderts. Den Hochaltar flankieren die beiden Figuren der hl. Barbara und der hl. Katharina. Die 14 Kreuzwegstationen im Stil des Biedermeiers stammen aus dem 19. Jh.




Stopfenheim
Pfarrgemeinde St. Augustinus
1147 Katholiken
Anschrift: Ellinger Straße 4, 91792 Ellingen-Stopfenheim,
Tel.: 09141/5780, Fax: 09141/5732
Email: stopfenheim@bistum-eichstaett.de
Homepage: www.pfarrei-stopfenheim.de
Pfarrer Martin Seefried
Filialgemeinde: Dorsbrunn